Der Asymmetrische Tonischer Nackenreflex (ATNR)

 

„Der ATNR wird durch die Nackenrezeptoren beim Drehen des Kopfes zu einer Seite ausgelöst. Reflexhaft streckt sich die gesamte Körperhälfte  auf dieser Seite, während sie sich die Körperhälfte der Hinterhauptseite beugt“

  

Die Auswirkungen bei bestehendem Reflex sind Probleme bei der Entwicklung von Überkreuzbewegungen wie beim Kriechen oder Krabbeln auf dem Bauch.

Schwierigkeiten entstehen auch bei der Integration beider Körperseiten.

Fehlende Lateralitätsentwicklung kann sich auf die Händigkeit auswirken.

Probleme bei der Augen- Handkoordination entstehen weil sich die Augenbewegung zu wenig von der Kopfbewegung entkoppelt. Beim Lesen kann dadurch ein leichtes Zögern entstehen (z.B. auslassen von Buchstaben). Offensichtlich ist auch, dass diese Kinder beim Abschreiben und in der Graphomotorik durch die ständige Kopfbewegung (der Arm will sich ausstrecken) beeinträchtigt sind.

Sowie die Entstehung einer Skoliose.

 

Sieglinde Friedl ©