Ein besonderer Aspekt der Rotationsübungen verdient besondere Aufmerksamkeit, da er von grundlegender Bedeutung für die gesamte sensomotorische Entwicklung ist:

der sogenannte diagonale Augen-Hände-Fuß-Mund-Kontakt.

 

In einer gesunden Entwicklung entsteht dieser Kontakt ganz von selbst – meist im Alter von etwa vier bis fünf Monaten – und begleitet das Kind weit über das erste Lebensjahr hinaus.

 

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Ein Baby entdeckt seine Füße, schaut sie neugierig an, greift danach – und führt sie schließlich zum Mund. Was so spielerisch und selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit ein hochkomplexer Entwicklungsschritt.

Durch dieses „Be-Greifen“ wird die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften intensiv gefördert – eine wesentliche Grundlage für die körperliche, aber auch für die geistige Entwicklung des Kindes.

 

Der Fuß wird dabei nie „langweilig“. Mit zunehmender Reife nimmt das Kind ihn immer differenzierter wahr. Durch das wiederholte Greifen, Spüren und Erforschen wird er fest im eigenen Körperschema verankert.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist: Barfuß sein.
Nur so kann das Kind seine Füße wirklich erleben und begreifen.

Kinder, die diese Phase intensiv durchlaufen, entwickeln später häufig mehr Sicherheit in ihrer Bewegung. Sie laufen stabiler, stolpern weniger – weil sie ein klares inneres Gefühl für ihren Körper und insbesondere für ihre Füße entwickelt haben.

 

In der Rota-Therapie wird dieser wichtige Entwicklungsschritt gezielt unterstützt.
Der Augen-Hände-Fuß-Mund-Kontakt wird in den Rotationsübungen – in nahezu allen Positionen außer der Bauchlage – ermöglicht und gefördert.

 

Und doch ist dies nur ein kleiner Einblick in die Tiefe und Bedeutung dieser besonderen Entwicklungsphase.

MUTTWILLIG        im Gespräch mit Michaela Roth