Propriozeptive Wahrnehmung (Tiefenwahrnehmung)

 

Die Tiefenwahrnehmung versetzt uns in die Lage, jederzeit zu wissen, in welcher Position sich jeder Teil unseres Körpers befindet. Es wird damit die Figurgrundwahrnehmung trainiert (einzelne Körperteile spüren).

 

Im Zusammenspiel mit Informationen aus allen übrigen Quellen haben sie auch Einfluss auf Körperbewegungen und auf direkte Anpassungen durch die feinmotorische Koordination

(z.B. Treppen abwärts laufen; da muss das Kind nicht nur das Gleichgewicht halten, sondern auch spüren wie weit ist die nächste Stufe entfernt).

 

Ohne eine exakte Tiefenwahrnehmung müssen Bewegungen immer mit visueller Kontrolle neu geplant werden.

 

Es gibt nur ein unterempfindliches Störungsbild bei der Tiefenwahrnehmung.

 

Anzeichen die auf ein Problem in der propriozeptiven Verarbeitung hindeuten:

 

-          Um Informationen zu bekommen sucht das Kind Körperkontakt, ist unruhig, provoziert eventuell Raufereien.

-          hat Probleme in der Handlungsplanung, ist daher langsam und unbeholfen

-          Probleme bei der Graphomotorik durch nicht abspeichern der Bewegungen

-         beim Rechnen (besonders bei Textaufgaben) können Schwierigkeiten auftreten

-          die Figurgrundwahrnehmungsprobleme zeigen sich auch in der visuellen Verarbeitung

-          Sprachauffälligkeiten können sich entwickeln, da nicht gespürt wird wo und wie sich die Zunge und der Mund bewegt.

Sieglinde Friedl ©

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